Die Nephrologie ist das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Diagnose und Behandlung nierenbezogener Erkrankungen befasst. Die zwei Nieren befinden sich im Retroperitonealraum und sind verantwortlich für die Entfernung von Abfallstoffen und überschüssiger Flüssigkeit, die Aufrechterhaltung des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts, die Blutdruckregulation und die Produktion von Erythropoetin — dem Hormon, das die Bildung roter Blutkörperchen stimuliert.
Viele Nierenerkrankungen sind mit systemischen Störungen verbunden — sie beschränken sich nicht nur auf die Niere — und erfordern daher eine spezialisierte Untersuchung und Behandlung.
Welche Erkrankungen umfasst die Nephrologie?
Chronische Nierenerkrankung (CKD) — Eine allmähliche, irreversible Verschlechterung der Nierenfunktion über Monate oder Jahre. Im Frühstadium oft symptomlos, aber durch Laborwerte (eGFR, Kreatinin) erkennbar. Mit geeigneter Behandlung kann das Fortschreiten erheblich verlangsamt werden.
Akutes Nierenversagen — Eine plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion innerhalb von Stunden oder Tagen. Ursachen sind schwere Infektionen, Medikamente, Dehydration oder Harnwegsobstruktion. Bei rechtzeitiger Erkennung oft reversibel.
Nierensteine — Mineralablagerungen, die starke, wellenförmige Schmerzen (Nierenkolik), blutigen Urin und Schwierigkeiten beim Wasserlassen verursachen können. Die Behandlung richtet sich nach Größe und Lage der Steine.
Glomeruläre Erkrankungen — Entzündung oder Schädigung der Filtereinheiten der Niere (Glomeruli), die Eiweiß im Urin, Blut im Urin und nachlassende Nierenfunktion verursacht. Umfasst Glomerulonephritis und nephrotisches Syndrom.
Harnwegsinfektionen — Wiederkehrende oder komplizierte Infektionen, die auch die Nieren betreffen können (Pyelonephritis), mit Fieber, Rückenschmerzen und Beschwerden beim Wasserlassen.
Polyzystische Nierenerkrankung — Eine erbliche Erkrankung, bei der sich Zysten in den Nieren bilden und das Nierengewebe allmählich schädigen.
Nierenerkrankung bei Diabetes und Bluthochdruck — Diabetes und Hypertonie sind die zwei häufigsten Ursachen chronischer Nierenerkrankung. Regelmäßige nephrologische Kontrolle ist bei diesen Patienten unerlässlich.
Wann sollten Sie einen Nephrologen aufsuchen?
- Erhöhte Kreatinin- oder Harnstoffwerte bei Laboruntersuchungen
- Eiweiß oder Blut im Urin
- Wiederkehrende Harnwegsinfektionen
- Nierensteinbeschwerden (Flankenschmerzen, blutiger Urin)
- Schwer einstellbarer Bluthochdruck
- Nierenfunktionskontrolle bei Diabetes
- Schwellung von Gliedmaßen, Gesicht oder Augenumgebung
- Veränderungen beim Wasserlassen: verminderte oder übermäßige Menge, schäumender Urin
- Nierenerkrankung in der Familiengeschichte
- Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit unbekannter Ursache
Welche Untersuchungen führen wir durch?
- Laboruntersuchungen: Nierenfunktionsparameter (Kreatinin, eGFR, Harnstoff), Elektrolyte, großes Blutbild
- Urinuntersuchungen: Eiweiß, Blut, Sediment, Urinkultur
- Bauchultraschall: Nierengröße, -struktur, Steine und Zysten
- Doppler-Ultraschall: Beurteilung des Blutflusses in den Nierenarterien
- 24-Stunden-Urinsammlung: genaue Messung der täglichen Eiweißausscheidung und Nierenfunktion
Was geschieht bei der Untersuchung?
Die Konsultation beginnt mit einer ausführlichen Anamnese: Der Facharzt fragt nach Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenten und Familiengeschichte. Die körperliche Untersuchung überprüft Blutdruck, mögliche Ödeme und Bauchorgane.
Auf Grundlage von Laborergebnissen und Bildgebung wird eine Diagnose gestellt und ein individueller Behandlungsplan entwickelt. Bei chronischer Nierenerkrankung ist eine regelmäßige Kontrolle besonders wichtig, um das Fortschreiten zu verlangsamen.
Vorbereitung
Bitte bringen Sie frühere Laborergebnisse (insbesondere Nierenfunktionswerte), frühere Ultraschallbefunde und eine Liste der aktuellen Medikamente mit. Falls eine 24-Stunden-Urinsammlung erforderlich ist, werden Sie vorab informiert.
Warum IRIS Medical für Nephrologie wählen?
Unsere nephrologische Praxis verfügt über einen erfahrenen Facharzt, der eng mit den Teams für Innere Medizin, Kardiologie und Diabetologie zusammenarbeitet. Nierenerkrankungen betreffen häufig andere Organsysteme, weshalb ein umfassender, multidisziplinärer Ansatz unerlässlich ist.
Wir bieten persönliche Betreuung mit regelmäßiger Verlaufskontrolle. Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns bei Nierenbeschwerden oder zur Vorsorgeuntersuchung.
