Die Neurologie befasst sich mit der Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der neuromuskulären Verbindung. Schäden am Nervensystem treten häufig nicht als eigenständige Erkrankung auf, sondern als Komplikation anderer Organsysteme, weshalb die neurologische Diagnostik einen besonders gründlichen Ansatz erfordert.
Welche Erkrankungen behandeln wir?
Zerebrovaskuläre Störungen — Eine transitorische ischämische Attacke (TIA) bedeutet eine vorübergehende Durchblutungsstörung von Hirnarealen mit kurzzeitigen Sprach- oder Sehstörungen, halbseitiger Lähmung oder Taubheit. Wenn die Symptome nicht schnell abklingen, handelt es sich um einen Schlaganfall. Die zwei Formen sind Hirninfarkt (80–85 %, Gefäßverschluss) und Hirnblutung (ca. 15 %, Gefäßruptur). Sofortiges Handeln kann Leben retten.
Epilepsie — Eine Erkrankung mit wiederkehrenden Anfällen durch krankhafte Erregung von Nervenzellen. Symptome können rhythmische Muskelzuckungen, Muskelversteifung oder Tonusverlust und vorübergehender Bewusstseinsverlust sein. Medikamentös und in einigen Fällen chirurgisch behandelbar.
Multiple Sklerose (MS) — Eine chronische autoimmune Entzündungserkrankung des zentralen Nervensystems. Beginnt in jungen Jahren mit abwechselnden Schüben und Remissionen. Symptome: Sehverlust, Doppeltsehen, Gliedertaubheit, Lähmungen, Schwindel, Koordinations- und Blasenstörungen.
Parkinson-Krankheit — Durch Zerstörung dopaminproduzierender Hirnzellen verlangsamt sich die Bewegung, die Muskulatur wird steif und Zittern tritt auf. Die Symptome verschlechtern sich allmählich. Die Unterscheidung von ähnlichen Erkrankungen ist für die Behandlung entscheidend.
Demenz — Ein Symptomkomplex mit Abnahme der geistigen Fähigkeiten, die schließlich die tägliche Selbstversorgung verhindert. Häufigste Ursache ist die Alzheimer-Krankheit mit fortschreitender Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses. Weitere Ursachen: Schlaganfall, Kopftrauma, Entzündungserkrankungen, Liquorzirkulationsstörungen.
Wirbelsäulenerkrankungen — Ein Bandscheibenvorfall bedeutet eine Vorwölbung der Bandscheiben mit ausstrahlenden Schmerzen, Taubheit, Muskelschwäche und Lähmung. Lumbago ist plötzlicher starker Rückenschmerz; Ischias betrifft Schmerzen entlang des gesamten Beins. Chronische Rückenschmerzen (länger als 3 Monate) erfordern eine gründliche Ursachenklärung.
Weitere neurologische Erkrankungen — Periphere Neuropathien, Tunnelsyndrome, neuromuskuläre Störungen (Myasthenia gravis), Muskelerkrankungen, Kopfschmerzerkrankungen (Migräne) und Tumoren des Nervensystems.
Wann sollten Sie einen Neurologen aufsuchen?
- Plötzliche oder allmähliche Schwäche, Lähmung in Gliedmaßen oder Gesichtsmuskulatur
- Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Koordinationsprobleme
- Wiederkehrende, anhaltende oder plötzlich auftretende Kopfschmerzen
- Nicht-ophthalmologische Sehverschlechterung, Doppeltsehen, Gesichtsfeldausfall
- Gliedertaubheit, Brennen oder Kribbeln, Gefühlsverlust
- Sprach- und Gedächtnisstörungen, Vergesslichkeit, Denkstörungen
- Vom Nacken in Schulter oder Arm ausstrahlende Schmerzen
- Plötzliche oder anhaltende Rückenschmerzen, besonders mit Ausstrahlung in die Beine
- Veränderungen der Geschmacks- oder Geruchswahrnehmung
- Muskelschwäche, unerklärlicher Muskelschwund
- Bewusstseinsverlust, Krampfanfälle
Was geschieht bei der Untersuchung?
Die Untersuchung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese: Der Facharzt erfasst die Beschwerden, fragt nach Vorerkrankungen, Medikamenten, Familiengeschichte und Lebensstil und überprüft frühere Befunde.
Die körperliche Untersuchung überprüft den mentalen Zustand, die Sprache, Hirnnerven, das motorische und sensorische System sowie die Koordination. Die vollständige Untersuchung dauert etwa 30–60 Minuten. Bei Bedarf werden ergänzende Untersuchungen angeordnet: Bildgebung (Röntgen, CT, MRT), Ultraschall, EEG oder EMG.
Vorbereitung
Bitte bringen Sie alle früheren medizinischen Unterlagen mit, insbesondere neurologische Befunde. Bei Bildgebungsuntersuchungen (CT, MRT) bringen Sie sowohl den Befund als auch das digitale Bildmaterial mit.
Warum IRIS Medical für Neurologie wählen?
Unsere neurologische Praxis verfügt über erfahrene Fachärzte und modernste diagnostische Ausstattung. Wir bieten persönliche Betreuung unter Berücksichtigung der Krankengeschichte, des familiären Hintergrunds und der individuellen Bedürfnisse.
Von der ersten Untersuchung bis zur Therapiephase behandeln wir unsere Patienten mit Geduld und Empathie. Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns bei neurologischen Beschwerden.
